DIY Paracord Hundeleine

Lilli und Ich sind schön öfter auf sehr schöne selbstgemachte und schön gestaltende Halsbänder und Leinen  aus Paracordbändern gestoßen und haben uns selbst einmal daran versucht. Die ersten Anfänge erwiesen sich als ein bisschen kompliziert, da wir keine richtige Anleitung hatten und noch nicht genau wussten wie wir da jetzt am besten anfangen. Aber mit viel Fleiß klappt alles. 
So haben auch wir es geschafft unsere erste eigene, verstellbare Hundeleine zu kreieren.
Da wir daraufhin mehrmals darauf angesprochen wurden, wie wir genau diese Leine gemacht haben und was man dafür braucht, haben wir uns überlegt euch eine ausführliche Anleitung zu gestalten.
Aber zuerst einmal die Frage, was ist Paracord überhaupt? Paracord ist eine Art Survivalschnur, die einen militärischen Hintergrund aufweist. Auch sind sie bekannt unter „Fallschirmschnüren“, da sie dafür eigentlich gedacht sind. Das Material der Paracordbänder ist sehr fellschonend, reißfest und belastbar und  besonders gut für den täglichen Einsatz geeignet, da das Material sehr schmutz-, und wasserabweisend ist. Durch den stabilen und strapazierfähigen Faden ist es auch für große Hunde bestens geeignet. Was im Alltag ebenfalls sehr hilfreich ist, ist der Strick, der aus Nylon ist und aus diesem Grunde sehr schnell trocknet.
Was brauche ich für eine ca. 2m lange Paracord Hundeleine?
·         Ca. 5m Paracord in jeweils max. 4 verschiedenen Farben (bei größeren Hunden                   können die jeweiligen Bänder doppelt genommen werden)
·         3 D-Ringe (je nachdem wie oft die Leine verstellbar sein soll)
·         2 Karabinerhaken
·         Eine Schere
·         Eine Zange
·         Ein Feuerzeug
·         Nadel + Faden
Zu allererst nehme ich mir die 4 verschiedenen Paracordbänder zur Hand und „verödet“ immer zwei Bänder an einer Seite miteinander. Hierfür schneide ich die Bänder sauber ab und halte die Enden in die Flamme des Feuerzeugs und drücke diese dann mit Hilfe einer Zange zusammen (wird sehr heiß!).*
Dasselbe wiederholt ihr mit den anderen zwei Bändern. Die daraufhin entstandenen zwei Bänder befestige ich dann an einem Karabinerhaken.
Und schon kann das Flechten losgehen. Allerdings habe ich mir eine Möglichkeit gesucht, den Karabiner an einem Gegenstand zu befestigen, sodass mir das Flechten leichter fällt.
Sobald ihr soweit seid, dass ihr starten könnt, achtet Ihr darauf, dass die Bänder immer ordentlich gehalten werden. Denn bei 5 Meter langen Bändern kann es zu Komplikationen führen.
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So nehmt Ihr also das rechte äußere Band, legt es unter zwei Bänder und über ein Band zurück. Dann nehmt Ihr das linke äußere Band und legt es ebenfalls unter zwei Bänder und über eins zurück. Damit fahrt Ihr jetzt so lange fort bis Ihr den ersten D-Ring einbringen wollt, damit später die Länge der Leine bestimmt werden kann. Natürlich dauert es ein bisschen bis das gewünschte Muster zu erkennen ist, also seid da nicht beunruhigt, das ist ganz normal.
Wenn Ihr dann also soweit seid, dass der erste D-Ring eingeflochten werden soll, versucht Ihr das Geflochtene mit einer Hand zu festigen und mit der anderen Hand zieht Ihr die beiden mittleren Bänder durch den D-Ring. Achtet darauf, dass die Bänder in der richtigen Reihenfolge bleiben, denn dann könnt Ihr einfach ganz normal, wie zuvor auch, mit dem Flechten fortfahren, ohne den D-Ring weiter beachten zu müssen.
Das Verfahren wiederholt sich solange, bis ihr die gewünschte Anzahl von D-Ringen, zur Verstellung der Leine, eingeflochten habt. Dann kommt es allerdings meiner Meinung nach zum schwierigsten Teil.
Das Beenden der Leine. Dazu benötigt Ihr den zweiten Karabinerhaken. Ich persönlich habe mir zwei zusätzliche Hände als Unterstützung dazu geholt.
Dann versucht ihr die jeweiligen gegenüberliegenden Bänder durch den Karabinerhaken mit einem einfachen Knoten zu verbinden und zieht Sie mit voller Kraft fest. Dann schnappt Ihr euch Nadel und Faden und vernäht alle Enden mit dem Ende der geflochtenen Leine. Drei der vier Bänder schneidet Ihr dann sorgfältig und knapp ab. Jetzt kommen wieder das Feuerzeug und die Zange ins Spiel. Verwendet bitte immer eine Zange, bevor es zu Verletzungen kommt. Die abgeschnittenen Enden „verödet“ Ihr dann miteinander und der bisher geflochtenen Leine und nehmt dann das übriggebliebene, erhaltene Band und wickelt es streng um den verödeten Teil der Leine. Vorsichtshalber könnt Ihr auch gerne den umwickelten Faden vernähen. Dann wird nur noch das Ende des umwickelten Fadens mit der Leine „verödet“ und schon seid Ihr fertig.
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Ich finde es eine klasse Idee um seiner  Fellnase etwas Nützliches und Selbstgemachtes zu schenken. Allerdings ist es sehr zeitaufwendig. Für Bastelliebhaber geeignet, für Ungeduldige eine Herausforderung.
Ihr habt jetzt richtig Lust bekommen auch eine eigene Paracordleine zu kreieren?? Dann los!
Lilli und ich würden uns freuen, wenn Ihr uns eure Ergebnisse per Mail, Snapchat oder Nachricht zukommen lasst. Gerne könnt Ihr eure Bilder auch hochladen, uns verlinken und den Hashtag #LillisDIY darunter setzen.
Viel Spaß beim Ausprobieren,
euer Team Lilli.
*falls Ihr noch nicht alt genug seid um Feuer zu benutzen, nehmt Sekundenkleber.  Funktioniert genauso gut 🙂
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14 Gedanken zu “DIY Paracord Hundeleine

  1. Hallo Lilli und Frauchen,

    ich habe euren Blogbeitrag gelesen und finde, dass ihr das sehr schön beschreibt. Aber ich hab ein kleines bisschen Kritik anzubringen. Ist auch nich böse gemeint.

    Wenn ihr statt D-Ringen O-Ringe nehmen würdet, dann steht das nicht so kantig raus. Aber D-Ringe erfüllen die Funktion natürlich genauso.

    Das verschweißen hält nicht. Es hält einen kleinen Hund, aber sicher keinen Hund, der mehr als 10kg wiegt. Dafür wurde die sogenannte Manny-Methode entwickelt. Wenn du magst, kann ich dir mal eine kleine Beschreibung geben, ansonsten kannst du auch einfach auf YouTube gucken.

    Der Abschluss sollte auch nicht mit Nadel und Faden vernäht werden, sondern innerhalb der Flechtung zurück geflochten. Ich umwickle dann auch nachträglich, damit man die Schweißkanten nicht sieht. Wenn du magst, können wir ja mal darüber schreiben. ich will dich auch nicht total kritisieren, aber ich mache das schon seit über einem Jahr und mittlerweile hat man eben Erfahrung, was hält und was nicht.

    Flauschige Grüße Sandra & Shiva

    >

    Gefällt mir

  2. Pingback: Wir versuchen uns am Paracordflechten – Sheltie Bailey

  3. Hallo Lilli,

    vielen Dank für die wunderbare Anleitung 🙂 Ich wollte schon lange eine Leine und Halsband selber basteln und habe mich am Ende für deine Variante entschieden! Ist sogar was geworden, obwohl ich handwerklich absolut unbegabt bin. Auf meinem Blog möchte ich diese Woche gerne dazu schreiben und auch ich würde dich gerne verlinken, wenn das in Ordnung für dich ist? 🙂

    Danke noch einmal und liebe Grüße!

    Amy und Franzi

    Gefällt 1 Person

  4. Pingback: Lillis Lieblingsblogs | Lilli Maltese - Der Hundeblog

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